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1. März 23 I Respekt! Samaritaner*innen in der Bibel und heute


Samaritanische Männer beim Gebet auf dem Berg Garizim im Westjordanland. | Foto Freddie Mercury , CC BY-SA 3.0 Wikipedia Samaritanische Männer beim Gebet auf dem Berg Garizim im Westjordanland. | Foto Freddie Mercury , CC BY-SA 3.0 Wikipedia

Das Bibelhaus ErlebnisMuseum – kurz BIMU – eröffnete 2003, vor 20 Jahren, in einer ehemaligen Kirche nahe des Museumsufers, Metzlerstraße 19 in Frankfurt-Sachsenhausen. Das Ausstellungshaus zeigt die Lebenswelt und aktuelle Bedeutung der Bibel anhand archäologischer Funde, thematischer Inszenierungen und vieler Mitmach-Elemente. Neben der dauerhaften Präsentation finden in dem Museum regelmäßig Wechselausstellungen statt. Im Jubiläumsjahr lautet das Thema „Respekt! Samaritaner*innen in der Bibel und heute“. Zu sehen sind die Exponate von Mittwoch, 1. März 2023 an bis Sonntag, 28. Mai. Rettungsdienste und Krankenhäuser tragen den Namen der „Samariter“. International schützt „The Good Samaritan Law“ Helfende vor Strafverfolgung. Doch wer sind die Samaritaner*innen? Kaum bekannt ist diese Mikrogemeinschaft von 850 Menschen, die sowohl im modernen Israel lebt, als auch in der Westbank auf ihrem von alters her heiligen Berg Garizim bei der palästinensischen Stadt Nablus. Die Samaritaner*innen führen sich zurück auf die biblischen Personen Aaron und Joseph. Das Ringen um Respekt und Anerkennung zu allen Zeiten hat sich nicht nur in die ältesten Texte der Bibel eingeschrieben, sondern prägt das Handeln von Menschen bis heute. Vom 1. März 2023 an präsentiert das BIMU eine Ausstellung, die einen noch nie dagewesenen Zugang zu Leben, Kultur und Geschichte der Samaritaner*innen ermöglicht. Die Sonderschau wurde in Zusammenarbeit mit dem Yeshiva University Center for Israel Studies und dem Museum of the Bible unter der Leitung von Professor Steven Fine entwickelt. In Frankfurt wird sie in Kooperation mit Professor Benedikt Hensel, Lehrstuhl für Altes Testament an der Carl-von-Ossietzky Universität Oldenburg, realisiert. Einzigartige Videos, von denen einige in familiären und häuslichen Umgebungen gefilmt wurden, zeigen in der Ausstellung die verschiedenen Lebenserfahrungen der Samaritaner*innen. Die Präsentation führt wertvolle Handschriften, Drucke und Artefakte der vergangenen 2000 Jahre zusammen mit den modernen Zeugnissen vom Leben einer kleinen, lebendigen Gemeinschaft. Interaktive Stationen stellen die Fragen nach der eigenen Identität und die Frage, nach dem was zu tun ist. Wertvolle Leihgaben kommen unter anderem aus Israel, New York, Washington, Paris, Fribourg, Berlin, München und Frankfurt. Zur Ausstellung gehört ein umfangreiches Begleitprogramm mit Führungen sowie die die Vorführung des Dokumentarfilms „The Samaritans – a biblical people“, siehe unter. Kurator und Museumsdirektor Veit Dinkelaker bietet am Mittwoch, 1.März 2023, 12 Uhr, im Rahmen einer Führung interessierten Besucherinnen und Besuchern Gelegenheit, einen Eindruck von der Ausstellung zu gewinnen.


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