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25. Feb 22 | Frankfurter Stadtdekane rufen zum Gebet für die Ukraine auf


Stadtdekane Johannes zu Eltz und Achim Knecht. Foto: Rolf Oeser

Die Katholische Stadtkirche Frankfurt und die Evangelische Kirche in Frankfurt und Offenbach haben gemeinsam dazu aufgerufen, in den Gottesdiensten am Sonntag nach Beginn des Angriffs Russlands für die Menschen in der Ukraine zu beten. Dafür haben der katholische Stadtdekan Johannes zu Eltz und der evangelische Stadtdekan Achim Knecht den Pfarreien und Kirchengemeinden ein Gebet von Heinrich Bedford-Strohm, Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, empfohlen, das dieser zuvor auf seiner Facebook-Seite veröffentlicht hatte und das die Stadtkirchen leicht abgewandelt haben.

Der katholische Stadtdekan Johannes zu Eltz sagte, die Ukraine stehe aktuell mutterseelenallein gegen einen überlegenen Feind, der von drei Seiten angreife. Es gebe militärische und politische Gründe, warum man keine Soldaten zu Hilfe schicken könne, so zu Eltz: „Aber es gibt keinen Grund, die christlichen Geschwister alleine zu lassen, indem man ihnen die Hilfe des Gebets verweigert. Wir rufen dazu auf, für die Menschen zu beten und sich auf diese Weise hinter und neben sie zu stellen.“ Er bat zugleich darum, auch die russischen Feinde der Ukraine im Gebet nicht zu vergessen: „Wir dürfen nicht nur für Freunde beten, sondern für alle Menschen. Gott allein hat die Macht über die Herzen – und so sehe ich unser Gebet angelegt.“


„Wir beten – auch für die Menschen in Russland“


Nach Einschätzung von Stadtdekan Achim Knecht zielt der Angriff der russischen Regierung vor allem darauf, die im Vergleich zum autokratisch regierten Russland freiheitlichere und demokratischere Gesellschaft der Ukraine unter ihre Kontrolle zu bringen. „Unsere Gedanken und Gebete sind darum bei den – meist jungen – Menschen in der Ukraine, dir ihr Leben für die Freiheit ihres Landes einsetzen. Wir sind erschüttert, wie viele Menschen auf beiden Seiten aufgrund der massiven Anwendung von militärischer Gewalt nun ihr Leben oder ihre Heimat verlieren werden.“ Hinzu fügt der evangelische Stadtdekan von Frankfurt und Offenbach: „Wir beten auch für die Menschen in Russland, die gegen den Angriff auf die Ukraine protestieren und nun Repressalien vonseiten ihrer Regierung ausgesetzt sind.“

Doch natürlich solle es nicht beim Beten allein bleiben, sind sich beide Stadtdekane einig: „Wenn es eine Möglichkeit für humanitäre Hilfe gibt, also wenn Helferinnen und Helfer ins Land kommen können, werden wir als Kirchen mit unseren großen Hilfswerken parat stehen, wie wir es immer tun“, versichert zu Eltz. Zudem sei es wichtig, flüchtende Menschen aus der Ukraine, die nach Deutschland kämen, zu unterstützen. Neben dem Beten sei auch das Zusammenrücken in der aktuellen Lage wichtig. Denn viele Menschen in Frankfurt hätten Freundinnen und Freunde, Bekannte, Nachbarinnen und Nachbarn, die aus der Ukraine stammen, um die sie sich derzeit große Sorgen machten.

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