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25. Mai 23 | Segensfeiern für jede Liebe


Werner Otto, Pfarrer von St. Bonifatius, berichtet von guten Erfahrungen mit Segensfeiern. Foto: Nicolas Rose

Menschen, die nach einer kirchlichen Eheschließung noch einmal geheiratet haben, ebenso wie Menschen, die in einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft miteinander leben, sind laut eines Beschluss des Synodalen Weges künftig dazu eingeladen, ihre Liebe segnen zu lassen. Für diese Segensfeiern werden derzeit offizielle Formate entwickelt.

In der Pfarrei Sankt Bonifatius gibt es schon seit längerer Zeit gute Erfahrung mit Segensfeiern, berichtet Pfarrer Werner Otto. Dort sind Paare schon jetzt willkommen, sich für eine solche Feier anzumelden. Die Mitglieder des Seelsorgeteams der Pfarrei stehen für ein Vorgespräch zur Verfügung, Ansprechpartner sind Pfarrer Werner Otto und Pastoralreferentin Lilian Wykipil, sie sind erreichbar über das Zentrale Pfarrbüro unter (069) 69597585-0 oder per Mail an info@bonifatius-ffm.de.

„Wo Menschen in Liebe zueinander stehen, ist Gott anwesend. [...] Die Kirche wird durch die Liebe dieser Paare beschenkt. Eine solche gegenseitige Liebe ruft nach Segen“, heißt es in dem Beschlusstext des Synodalen Wegs, der der Neuerung zugrunde liegt. Diese Sätze markieren eine neue Haltung der katholischen Kirche gegenüber Menschen, die nicht kirchlich heiraten können, also in zweiter Ehe verheiratete Menschen ebenso wie gleichgeschlechtliche Ehepaare. Ihnen wird nun eine „Segensfeier“ in der Kirche angeboten, also ein feierlicher Gottesdienst, in dem ein Priester oder eine Seelsorgerin einen Segen über das bereits standesamtlich verheiratete Paar spricht. Das lateinische Wort für Segen „Benedicere“ bedeutet so viel wie „gutheißen“, „Gutes zusprechen“. Anders als in früheren Zeiten heißt die Kirche solche Partnerschaften nun ausdrücklich gut und stellt sie unter Gottes Segen.

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