3. Okt 21 | Frankfurt singt auf dem Römerberg


Foto: Jutta Fechtig-Weinert

Gemeinsam für den Frieden singen: Zum zweiten Mal hat sich Frankfurt an der republikweiten Veranstaltung „3. Oktober - Deutschland singt“ beteiligt – und damit auch ein Zeichen für Mitmenschlichkeit und gegen Hass gesetzt. Die von verschiedenen Kirchen getragene Veranstaltung soll in Dankbarkeit an die Wiedervereinigung Deutschlands 1989 erinnern.

Wie schon im vergangenen Jahr war die Veranstaltung, bei der zehn bekannte Lieder gemeinsam gesungen werden, offen für Menschen aller Nationalitäten und Religionen. Und, ebenfalls wie im vergangenen Jahr, waren dabei die Hygienemaßnahmen einzuhalten.


Liedheft – analog und digital


Nur teilnehmende Chöre sollten sich im Vorfeld anmelden; alle anderen durften einfach auf den Römerberg kommen und mitsingen. Vor Ort wurden Liedhefte verteilt, außerdem gab es einen QR-Code, der mit dem Handy abgescannt werden kann, um zum digitalen Liedheft zu gelangen. Auf dem Plan standen Lieder wie „Kein schöner Land“, „Thank you for the Music“, „Über sieben Brücken musst du gehen“ und „Der Mond ist aufgegangen“. Das gesamte Musikprogramm kann im Internet unter www.3oktober-frankfurt.de eingesehen werden.

Schon ab mittags stand auf dem Römerberg die sogenannte Friedensmauer, an der jede und jeder einen persönlichen Friedenswunsch anheften konnte. Bevor das Event auf dem Römerberg begann, gab es zwei Dankgottesdienste, und zwar um 17.30 Uhr in der Freien evangelischen Gemeinde (Oeder Weg 6) und um 17.45 Uhr in der Kirche St. Leonhard (Am Leonhardstor 25), jeweils mit anschließendem Kerzenzug zum Römer.


Das passierte auf dem Römerberg


Das Event selbst begann um 18.30 Uhr mit Grußworten von Organisatoren und Stadtpolitik. Außerdem erzählte Zeitzeuge Harald Bretschneider, wie er den Mauerfall vor 32 Jahren erlebt hat. Um 19 Uhr begann das gemeinsame Singen und endete um 20 Uhr.

Das Event wurde in Frankfurt organisiert von Katholischer Stadtkirchenarbeit, Evangelischem Stadtdekanat Frankfurt Offenbach, Evangelischer Allianz Frankfurt, Arbeitsgemeinschafet Christlicher Kirchen Frankfurt, internationalen Gemeinden Frankfurts, CVJM Frankfurt, Evangelischem Jugendwerk und anderen. Unterstützt wird die Aktion von der Stadt Frankfurt.


Die Organisatoren freuen sich besonders darüber, dass sich das gemeinsame Singen mehr und mehr zu einem Friedensfest entwickelt. Lukas Ruckelshausen, Kantor der evangelischen Kirche in Nied, sagte: "Eine große Feierstunde um Danke zu sagen für über 30 Jahre Einheit und Freiheit - mit Zeitzeugen, Kerzenschein und vor allem viel gemeinsamem Singen – das hat in diesen Zeiten Seltenheitswert und schafft etwas, das uns allen so lange gefehlt hat: Gemeinschaft."