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30. Okt 23 I Maria 2.0 Frankfurt erhält Leonore Siegele-Wenschkewitz-Preis



Protestieren für gleiche Würde: Die Frauen von Maria 2.0 Frankfurt. Foto: Rolf Oeser

Die katholischen Frauen der Initiative Maria 2.0 Frankfurt erhalten in diesem Jahr den Leonore Siegele-Wenschkewitz-Preis in einer einmaligen ökumenischen Sonderkategorie. Der Preis dient der Auszeichnung von Beiträgen, die in besonderer Weise die feministische Theologie und Gender Studies in der Theologie befördern - und die Frauen von Maria 2.0 setzten sich gegen Missbrauch und für „Gleiche Rechte, Gleiche Würde - in der Kirche“ ein, begründete die Jury die Preisvergabe. Der Preis wird am Sonntag, 5. November, um 14 Uhr in den Räumen der Evangelischen Akademie Frankfurt verliehen.

Die diesjährige Hauptpreisträgerin ist Rev. Prof. Dr. Joo Mee Hur mit dem Thema „Inheriting the Mother´s Name. Intercultural Theology, Women´s Subjectivity and the Arts“. Der Nachwuchspreis geht zur Hälfte an Annabelle Hoffmann für ihre Arbeit „Geschlechtlichkeit“ im Corpus Paulinum als exegetische und bibeldidaktische Herausforderung. Die andere Hälfte geht an Marieke Kutzschbach für ihre Arbeit „Kontexte, Bausteine und theologische Grundlagen einer queersensiblen Seelsorge im Lebensraum Schule“.

Bei der Preisverleihung werden die Professorinnen der Augustana- Hochschule Neuendettelsau, Prof. Dr. em. Renate Jost und Prof. Dr. Gury Schneider- Ludorff, sowie Prof. Dr. Sarah Jäger, Jena die Laudatorinnen sein. Musikalisch begleitet wird die Würdigung von Cornelia Neuwirth am Piano. Der mit 3000 Euro dotierte LSW-Preis würdigt wissenschaftliche oder projektbezogene Arbeiten, deren Augenmerk auf Feministische Theologie oder Gender Studies in der Theologie gerichtet ist.

Die Auszeichnung des Vereins zur Förderung Feministischer Theologie in Forschung und Lehre e.V. wird seit Anbeginn in Kooperation mit der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, der Evangelischen Akademie Frankfurt und dem Landesverband Evangelische Frauen in Hessen und Nassau e.V. vergeben. Seit 2017 wird zudem ein mit 500 Euro dotierter Nachwuchspreis hälftig vergeben. Er kommt Personen zugute, die der Landeskirche angehören oder an einer Hochschule im Bereich der EKHN studieren und in Seminar- oder Hausarbeiten Feministische Theologie oder Gender Studies in der Theologie qualifiziert thematisieren. Der Ökumenische Sonderpreis wird 2023 einmalig verliehen für ein kirchliches Projekt. Alle Preise werden gemeinsam im Rahmen des Festaktes am 5. November 2023 verliehen.

Der Leonore Siegele-Wenschkewitz-Preis ist nach der 1999 verstorbenen Kirchenhistorikerin, Theologieprofessorin und ehemaligen Direktorin der Evangelischen Akademie Arnoldshain benannt, die sich intensiv mit Feministischer Theologie und Theologischer Frauenforschung befasste.

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