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1. März 22 I Neue Apartments für wohnungslose Frauen in der Frankfurter Innenstadt


Privatheit, die lange vermist wurde, bietet die Diakonie an. Foto. Rolf Oeser

Diakonie Frankfurt und Offenbach bietet Plätze im Betreuten Wohnen auch für Mütter mit Kleinkindern

38 moderne Apartments für wohnungslose Frauen eröffnete die Diakonie Frankfurt und Offenbach am 1. März in der Nähe der Konstablerwache. „Der Bedarf ist sehr groß“, sagt Mehri Farzan, die Leiterin des Sozialdienstes Wohnen und Betreuen. Die möblierten Apartments mit Betreuung durch Sozialarbeiter:innen sind für wohnungslose Frauen ab 21 Jahren gedacht. Die Ein-Zimmer-Apartments sind mit Kochnische und Dusche ausgestattet. In drei größere Apartments mit jeweils zwei Zimmern können Mütter mit Säuglingen oder kleinen Kindern einziehen. Das Angebot richtet sich auch an Trans*- und intersexuelle Personen.


Zur Ruhe kommen

Wohnungslose Frauen in prekären Lebenssituationen, die das Betreute Wohnen unterstützt, erhalten einen Nutzungsvertrag für zwischengenutzten Wohnraum. In den Apartments können sie zur Ruhe kommen. „Obdachlose Frauen leben nicht nur auf der Straße, viele übernachten auch bei Freunden oder Bekannten, in Gartenhütten oder im Auto“, erklärt Mehri Farzan.


Sozialarbeiterinnen kommen zur Beratung vorbei

Begleitet von Sozialarbeiterinnen beginnen die Frauen, wieder auf eigenen Füßen zu stehen. Jede erhält die Hilfe, die sie braucht. Zum Beispiel bei Anträgen an das Jobcenter oder das Wohnungsamt, bei den Themen Schuldentilgung und Gesundheit oder wenn konkrete Unterstützung beim Strukturieren des Tages, bei Haushaltsführung, Freizeitgestaltung oder anderem gefragt ist. Manche Frauen wollen einen Schulabschluss nachholen oder suchen nach beruflichen und persönlichen Perspektiven. Um all diese Themen zu besprechen und konkrete Schritte zu vereinbaren, kommen die Sozialarbeiterinnen regelmäßig für Beratungs- und Informationsgespräche zu den Bewohnerinnen ins Apartment. Im Haus haben sie auch ein Büro, das montags bis freitags von 8-17 Uhr besetzt ist. In Krisen finden die Bewohnerinnen rund um die Uhr Unterstützung.


Wohnen in den eigenen vier Wänden

Frauen, Trans*- und intersexuelle Personen ziehen aus, sobald eine eigene Wohnung für sie zur Verfügung steht. Allerdings ist dies auf dem angespannten Wohnungsmarkt in Frankfurt am Main durchaus schwierig, sagt Mehri Farzan, Wartezeiten von drei bis vier Jahren bis zum ersten Angebot des Wohnungsamtes sind die Regel. Auch nach dem Auszug aus den möblierten Apartments besteht das Angebot der ambulanten Betreuung weiter. So können alle Fragen besprochen werden, die dann anstehen, damit das Wohnen in den eigenen vier Wänden stabil gelingt.


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