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4. Mai 22 I Wechsel in der Leitung der sozialen und diakonischen Arbeit der evangelischen Kirche


v. li.: Der bisherige Leiter der Diakonie, Pfarrer Michael Frase, der neue Diakoniepfarrer und Theologische Geschäftsführer Markus Eisele, Präses Irmela von Schenck, Stadtdekan Achim Knecht Foto: Michael Schick

In einem Gottesdienst wurde Pfarrer Michael Frase, Chef der Diakonie der Evangelischen Kirche in Frankfurt und Offenbach, in den Ruhestand verabschiedet. Sein Nachfolger Markus Eisele wurde als Diakoniepfarrer und Theologischer Geschäftsführer des Evangelischen Regionalverbandes Frankfurt und Offenbach (ERV) eingeführt.

In den 21 Jahren seiner Tätigkeit sei die Diakonie Frankfurt und Offenbach „enorm gewachsen“ auf jetzt „mehr als 1.500 Mitarbeitende und 140 Einrichtungen, die für das Wohl der Menschen und ihre Unterstützung in ganz unterschiedlichen Lebenslagen arbeiten“. Mit diesen Worten würdigte Stadtdekan Achim Knecht die Arbeit von Diakonieleiter Michael Frase. Seit 1996 leitete der Pfarrer das Diakonische Werk. Frase habe auch sehr engagiert daran gearbeitet, das „Vertrauen der öffentlichen Stellen in die Arbeit von Diakonie und Kirche auszubauen und zu pflegen, sowie als vertrauenswürdiger Partner von Stadt und Land zu agieren“.

In dem Gottesdienst wurde auch sein Nachfolger Markus Eisele in sein Amt als Diakoniepfarrer und Theologischer Geschäftsführer des ERV eingeführt. Knecht schätzte sich glücklich, dass es gelungen sei, den 53 Jahre alten Theologen, der ein hohes Maß an Kompetenz und Erfahrung mitbringe, für diese Leitungsstelle zu verpflichten. In seiner Predigt versprach Eisele, „dass wir uns weiterhin leidenschaftlich für die Rechte der besonders Verletzlichen, weniger Privilegierten an den Rand Gedrängten einsetzen, für die, die stigmatisiert und ausgegrenzt werden. Anwaltlich und parteiisch werden wir weiterhin Inklusion und Teilhabe einfordern, und denen eine Stimme geben, die sonst ungehört blieben, weil sie keine Lobby haben. Dazu gehört aber auch, dass wir die Bedeutung von Bildung unterstreichen.“

Knapp 150 Gäste kamen zu dieser Veranstaltung, darunter die Frankfurter Sozialdezernentin Elke Voitl, Staatssekretär Uwe Becker, der bis 2021 Bürgermeister, Stadtkämmerer und Kirchendezernent in Frankfurt war, sowie der katholische Stadtdekan Johannes zu Eltz, Propst Oliver Albrecht von der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Caritas-Direktorin Gaby Hagmans und Dierk Dallwitz, Geschäftsführer des DRK Frankfurt und Sprecher der Liga der Freien Wohlfahrt in Frankfurt.

Die Frankfurtern Sozialdezernentin Elke Voitl (SPD) sprach in ihrem Grußwort Michael Frase Dank aus für die gute und intensive Zusammenarbeit. „Selbst in seinem beruflichen Endspurt war er ein schneller und unbürokratischer Partner bei der Aufnahme von ukrainischen Flüchtlingen in Frankfurt“, so Voitl. Oliver Albrecht, Propst für die Region Rhein-Main, zeigte sich dankbar und froh. Was Michael Frase in den 25 Jahren geleistet habe, sei „deutschlandweit einzigartig“. Er habe seine Arbeit „hochprofessionell, mit Herz und Verstand und mit Liebe zu den Menschen“ getan. Dafür sei er dankbar. Froh sei er, dass die Evangelische Kirche in Frankfurt und Offenbach mit Markus Eisele einen „Diakonieprofi“ als Nachfolger gefunden habe. Neben der Würdigung der Verdienste des scheidenden Diakoniepfarrers Frase lud Dierk Dallwitz, Geschäftsführer des DRK Frankfurt und Sprecher der Liga der Freien Wohlfahrtspflege in Frankfurt, seinen Nachfolger Markus Eisele dazu ein, weiter und gemeinsam „eine Stadt für alle zu gestalten“.

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